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LEBA Seminar 2004 in Grantsville, Maryland - Jürgen Conrad
Auf Einladung des LEBA (USA) flogen ich und meine Tochter Ariane im April 2004 nach Grantsville zu unserem ersten Bloodhound Seminar in den Staaten. Ich selber hatte bisher nur an Seminaren in der Schweiz teilgenommen und war daher gespannt, was uns im „Ursprungsland“ des Mantrailing erwarten würde.
Die Einladung erfolgt über meinen Freund Brandon Smith, welcher amerikanischer Polizeihundeführer ist und den ich im Herbst 2003 als Referent auf einer Veranstaltung des Arbeitskreises Mantrailing Deutschland kennen gelernt hatte.
Das Seminar ging über eine Woche und enthielt verscchiedenste Bereiche der Arbeit mit den Bloodhounds (Mantrailing, Kadaversuche ect.). Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und es herrschte von Beginn an ein sehr hervorragendes Teamklima. Innerhalb kurzer Zeit wurden wir von den Amerikanern akzeptiert und in die Arbeit mit den Bloodhounds einbezogen.
Ich führte in dieser Woche meine derzeitige Bloodhound Hündin Tokken, während Ariane Blazer führte, den wir dann zurück in Deutschland an unseren Freund Hans-Jürgen Gnägy übergaben. Ariane war sehr begeistert von der Arbeit mit Blazer und hätte ihn selbst gerne geführt. Um Missverständnissen vorzubeugen, Blazer war von Anfang an für Hans-Jürgen Gnägy bestimmt. Viele haben unseren vorherigen Bericht falsch interpretiert bzw. verstanden. Blazer war von Anfang an für Hans-Jürgen bestimmt und beide können eine hervorragende Arbeit und Erfolge vorweisen. Wir freuen uns das beide ein so gutes Team abgeben und wünschen beiden weiter erfolgreiche Einsätze in der Praxis.
Der Präsident des LEBA Jerry Nicholson wurde mir ein guter Freund und unsere Freundschaft beruht auf einem tiefen Respekt vor der Arbeit des anderen. Der Wissensaustausch im Bereich der Personensuche und der Ausbildung von Polizeihunden in den Staaten im Vergleich zu Deutschland war für beide Seiten sehr interessant und aufschlussreich.
Ich muss sagen, obwohl ich bereits 2001 ein Seminar in der Schweiz bei Fr. Dr. Zähner besuchen habe und mich auch sonst sehr viel theoretisch und praktisch mit dem Thema Mantrailing beschäftigt habe, war es ein tolles Gefühl den „Profis“ in Amerika bei Ihrer Arbeit zusehen zukönnen und mit Ihnen trainieren zukönnen.
Für die Amerikaner zählt in erster Linie die praktische Arbeit und die realen Einsatzfälle, eine Tatsache die ich Deutschland vermisse. Denn in Amerika mag es unter den einzelnen Trainern des LEBA sicherlich manchmal unterschiedliche Meinungen in der Ausbildung geben, doch im Endeffekt haben sie alle ein gemeinsames Ziel.


