Mantrailing ist zur Zeit ein weit verbreiteter Modebegriff hier in Deutschland. Gelegentlich wird er allerdings nicht richtig und oftmals falsch verwendet. Dieses ist, wie für jede „neue“ Arbeitsweise natürlich nicht sehr vorteilhaft und eher zum Schaden als zum Nutzen. Aus diesem Grund möchten wir hier auch nur eine kurze Definition dieser Arbeitsweise mit dem Hund publizieren, in der Hoffnung das der Begriff Mantrailing in Zukunft richtig definiert und genutzt wird.
Das Mantrailing umfasst die Ausbildung des Hundes und des Hundeführers. Der Hund lernt im Mantrailing dem reinen Individualgeruch von Personen zusuchen. Der Hundeführer hat die Aufgabe, die Signale, welche ein Hund während der Suche zeigt - feinste Änderungen in der Körperhaltung, Rute, Bewegungen des Kopfes - zusehen, zudeuten und entsprechend zureagieren. Die Reaktion kann sein, den Hund arbeiten zulassen oder ihn zu korrigieren (verbal oder nonverbal).
Das Hunde aus diesem Grund in der Lage sind ältere Geruchsspuren zu verfolgen, ist ein Punkt an dem die Meinungen auseinandergehen werden.
Ich möchte hier nur soviel sagen, dass Hunde, die nach der klassischen Fährtenarbeit ausgebildet werden, sprich Bodenverletzungen suchen, sicherlich einen Nachteil haben, wenn es darum geht eine Fährte in einem Wohngebiet oder auf Beton zusuchen. Kleinste Veränderungen in der Ausbildung können allerdings zu besseren Erfolgen führen.
Der Grund für diesen eventuellen Nachteil liegt in der Umgebung und der Art der Ausbildungsmethode eines Fährtenhundes. Der Nachteil kann allerdings auch in der Rasse begründet liegen. Der Spezialist im Mantrailing ist nach herrschender Meinung der Bloodhound. Wobei sich Jagdhunde (Schweißhunde) im Bereich des Mantrailings eher eignen, als die meisten Gebrauchshundrassen. Dies liegt in ihrem seit Jahrhundert begründetem Zuchtziel und ihrem anatomischen Aufbau.
Zum Thema Bloodhound und seinen Fähigkeiten, haben wir jedoch einen seperaten Bereich mit Informationen und stehen für Fragen und Diskussionen im Forum bereit.
Jürgen Conrad


